Mit vielen Anderen war ich heute mit meinen Kindern am sogenannten Null-Punkt Müll sammeln.
Meine Erkenntnis ist, wie die letzten Jahre zuvor:
Lkw-Fahrer /Fahrerinnen die oft in prekären Arbeitsverhältnissen schuften und unsere Versorgung am Laufen halten [vielen Dank dafür] haben immer noch keinen Ort, um Müll zu entsorgen oder die Möglichkeit eine Toilette vor Ort zu nutzen. Oft landet der Abfall zwangsläufig irgendwo am Straßenrand.
Ein Angebot vor Ort am Null-Punkt könnte tatsächlich zwei Dinge gleichzeitig erreichen: Wertschätzung für die Arbeit der Fahrerinnen und Fahrer und weniger Vermüllung. 👍🚛
Für eine Stadt wie Sarstedt könnte ein kleiner, pragmatischer Ansatz schon viel bewirken.
Wenn wir eine Wirtschaft vor Ort haben, die auf Logistik angewiesen wären aus Sicht folgende Maßnahmen sinnvoll und zu prüfen:
- Einrichtung eines Lkw-Müllplatzes
Klar beschilderter Müllcontainer (z. B. Restmüll + Recycling).
Standort direkt im Gewerbegebiet. Regelmäßige Leerung durch den städtischen Betriebshof. - Mobile oder feste Toilette
Eine robuste öffentliche Toilette oder Containerlösung für Lkw-Fahrerinnen und Fahrer.
Alternativ zunächst eine mobile Toilette als Pilotprojekt.
Gute Beleuchtung und einfache Erreichbarkeit für Lkw. - Beschilderung für Lkw
Hinweise an den Zufahrten: „Lkw-Müllentsorgung / Toilette →“
Mehrsprachig (Deutsch, Englisch, ggf. Polnisch/Rumänisch), da viele Fahrer aus verschiedenen Ländern kommen. - Pilotprojekt testen
6–12 Monate testen. Beobachten: Müllmenge im Umfeld, Nutzung durch Fahrer, Kosten.
Bei Erfolg dauerhaft einrichten. - Kooperation mit Unternehmen
Firmen im Gewerbegebiet könnten:
– Container mitfinanzieren
– Flächen zur Verfügung stellen
– Toiletten tagsüber zugänglich machen
Geben wir den Fahrerinnen und Fahren ein Stück Fairness zurück! Das hilft allen! Ich werde einen Antrag für die Politik / Rat vorbereiten.
Denn alles beginnt dort, wo Menschen zu Hause sind.
Prävention statt jährliche Müllsammelaktionen.







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